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Optische Aufheller oder die Frage nach der Übereinstimmung von Proof und Auflage (epische Geschichte für die Druckindustrie)

Liebe Kollegeninnen und Kollegen,

warum nur kann es nicht auch einmal glatt laufen. Da haben sich endlich mit zähem Ringen (PSO Zertifizierung) viele Druckereien standardisieren lassen, da wollen die Papierlieferanten nur noch Papiere mit Aufhellern verkaufen. Wollen die das wirklich? Weil das so schön weiß ist. Und weil sich günstigeres Papier so schön aufhübschen lässt. Aber was heißt das für die Druckereien? Und was heißt das für ihre Kunden? Man wird sich umstellen müssen. Der PSO, der Medienstandard Druck, und wie sie alle heißen gehen in ihren Arbeitsanleitungen davon aus, daß Proofpapier und Auflagenpapier keine Aufheller enthält. So war das “früher” auch. Und wenn das so ist, dann kann man sich sicher sein, dass Proof und Druck (nahezu, Sie wissen schon) identisch sind. Die Realität aber ist, dass Auflagenpapier mit Aufhellern und Proofpapier ohne Aufheller verwendet wird. Und dann kann man sich nicht mehr sicher sein? Da gibt es dann die Fraktion, die sich Proofpapier ebenfalls mit Aufhellern sucht. Das Blöde ist nur, es gibt verschiedene Aufheller. Also scheint das Proofpapier wieder anders als das Auflagenpapier. Wie kann man wieder zu einer Standardisierung finden? Über die Kommunikation. Da gibt es schon mal ein paar Informationen, z.B. von X-RITE. Über die Messgeräte, bzw. über die Messbedingungen. M0, M1, M2, sagt Ihnen das was?

Über Feedback freut sich euer Jan 

Thomas Meurers

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Immer den Blick nach vorne gerichtet! RGF - die Multiplikatoren

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Kommentare

4 Reaktionen auf “Optische Aufheller oder die Frage nach der Übereinstimmung von Proof und Auflage (epische Geschichte für die Druckindustrie)”

  1. Welche Druckerei kann es sich denn schon leisten, nur hochqualitative Papiere einzusetzen? Und soll ich denn nicht trotz Aufhellern standardisieren können? Ist der Softproof hier die Alternative?

    Von Jan Wolk | 27. März 2012, 21:27
  2. Thomas Meurers

    Die Qualitätsorientierten Anbieter von Proofpapieren müssen sich in meinen Augen dieser Entwicklung gar nicht stellen.

    Die Druckereien selber müssen jeder für sich entscheiden, ob sie weiterhin innerhalb der zertifizierten Normen produzieren oder doch das nächst günstigste Papier des Papierlieferanten einsetzen.

    Entscheiden sich die Kunden ohne Rücksicht auf den Erhalt der eigenen Zertifizierung für das günstigere Auflagenpapier könnte ein Fotopapier das geeignete Ersatzproofpapier sein. Die Farbempfangsschicht ist meist nicht schlechter als bei den Proofpapieren, allerdings ist der Papierträger mit eben diesen optischen Aufhellern bearbeitet.

    Ein zuverlässiges Arbeiten ist dann aber trotzdem faktisch unmöglich und ob die vermeintliche Ersparnis bei den Auflagenpapieren nicht an anderer Stelle als zusätzliche Kosten aufgebraucht wird ist in meinen Augen keine Frage sondern sicher.

    Von Thomas Meurers | 27. März 2012, 21:09
  3. Hallo Jan,
    wir haben leider immer wieder die gleichen Probleme.
    Ja, wir können (Proof)Papiere mit Aufhellern liefern. Wir können sogar Anpassungen in der RIP – Software einstellen und ISO konforme Daten im ColorServer umrechnen.
    Aber wir haben leider keinen Einfluss auf die Druckparameter, auf Effekte unter Normlicht oder noch schlimmer unter Bürobeleuchtung.
    Die Papiere verändern sich innerhalb von kürzester Zeit und eine industrielle Produktion ist nicht gewährleistet.

    Gruß

    Götz Roeber

    Von Götz Roeber | 27. März 2012, 16:47
    • Hallo Götz,
      also das musst Du mir beizeiten mal zeigen, wie Ihr ISO konforme Daten aus einem nicht ISO konformen Substrat errechnet. Das wäre ja, mit Verlaub nach der Erfindung des Klettverschlusses, die grösste epochale Entwicklung der Menschheit…:-)..ich freu mich schon drauf…

      Viele Grüße

      Dirk

      Von Dirk Prinz | 30. März 2012, 12:25

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